Diagnose: Streifen verrutscht

Das Kinderbuch an welches ich mich am allerliebsten erinnere ist „Ich mach Dich gesund, sagte der Bär“ von Janosch. Für die, die dieses wundervolle Buch nicht kennen (Kaufen ! oder hier anschauen), in dieser Episode aus dem Leben vom kleinen Tiger und seinem Kumpel Bär (Vorsicht Spoiler!) dreht sich alles darum, dass der kleine Tiger sich eines Tages gar nicht gut fühlt. Nach ein bisschen rumprobieren entscheidet der kleine Bär dann, der Tiger muss ins Krankenhaus. Und nachdem ihn dort Dr. Brausefrosch durchleuchtet hat, steht schnell fest: Der Tiger hat Streifenverrutschung. Nichts was man nicht heilen könnte. Wie ihr seht – die Geschichte ist auch nach vielen, vielen Jahren noch sehr präsent. 🙂

Keine Angst, dem Bunsi und mir geht es gut. Aber die Sache mit der Streifenverrutschung, die kennen wir auch. Unsere verrutschen hauptsächlich an die Oberschenkel. Vor einigen Tagen stehe ich also mal wieder im Bad und begutachte die Ausmaße und ob ich wohl im Zoo bereits als gutes Okapi durchgehen würde (vermutlich nicht, die sind schon sehr knochig), da kommt der Prinz vorbei. Ich erkläre ihm dass ich glaube mehr Streifen gefunden zu haben. Woraufhin mein Held einen kurzen Blick in Richtung meiner Oberschenkel wirft und mit fachmännischem Ton sagt, die hätte ich schon immer so. Ja was soll man da auch noch sagen. Man sagt einfach nichts mehr und fragt sich lieber, was macht man nun gegen diese unschöne Erscheinung? Und kann man überhaupt noch was machen?

Ohne irgendwelche Illusionen rauben zu wollen – Ob man Dehnungsstreifen hat oder nicht, ist tatsächlich eine genetische Geschichte. Und da macht es auch keinen Unterschied ob die Streifen am Hintern, den Oberarmen oder doch direkt am Bauch gemeint sind. Schwaches Bindegewebe ist schwaches Bindegewebe. Und das lässt sich leider auch nicht weg diskutieren. Diese Erkenntnis wird nur nochmal übertrumpft durch die Tatsache, dass man eigentlich auch gar nichts dagegen machen kann. Laut wissenschaftlichen Studien scheint es nämlich tatsächlich bestätigt, dass alles cremen, zupfen, massieren oder heiss/kalt Duschen bei genetischer Vorbestimmung leider wenig bis gar nichts helfen wird. Ernüchternd irgendwie.

Nichtsdestotrotz geben wir natürlich nicht auf. Da kann die Wissenschaft uns viel erzählen. Auch die könnten ja mal falsch liegen, und was dann? Dann haben wir unser jahrelanges Zieh-, Schmier- und Zupforchester aufgegeben und Streifen bekommen und keiner kann uns sagen ob es nun an der Genetik lag oder doch weil wir das Bindegewebe sich selbst überlassen haben. Nix! Wir geben die Hoffnung in Kosmetikindustrie und Eigeninitiative nicht auf! Hier wird weitermassiert und kalt geduscht. (Naja, laukalt) Und zwar so lange bis eine neue (weniger grausame) Methode um die Ecke kommt, die es wert wäre ausprobiert zu werden. Hier kommt kein neuer Streifen ungestraft hinzu! Und bei allen bereits bestehenden, kann man sich getrost denken:

tiger

In diesem Sinne: ROAAARRRR ihr Streifen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s