Modisch auf dem Abstellgleis?

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Deutsche sind korrekt, pünktlich und tugendhaft. Nur in einem Punkt laufen uns andere Länder den Rang ab: Mode! Richtig deutlich wird das vor allem, wenn es darum geht Frauen jenseits Größe 42 einzukleiden. Hier, so scheint es, haben wir den Stil-Zug in vielerlei Hinsicht nicht nur verpasst, manchmal könnte man meinen wir stehen am völlig falschen Bahnhof.

Denn wo sich die Durchschnittsdeutsche dank gemäßigtem Körperumfang gerade noch so vor dem modischen Totalausfall retten kann, scheint der Einzelhandel für Käuferinnen jenseits der Standardmaße nur noch den Bodensatz übrig zu haben. Kein Wunder also, dass Übergröße bisher als Synonym fur scheußliche Grafikprints, Blumenmuster und Sackgewänder galt. Was aber ist so schwer daran Mode jenseits der vermeintlichen Standards zu machen? Länder wie Großbritannien schaffen es doch auch. Kurven wollen ein- und nicht komplett verhüllt werden. Wir sprechen hier immerhin von Frauen und nicht vom Reichstag.

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Schwarz kaschiert war gestern! Quelle: Studio Untold

Auch heute hat der deutsche Einzelhandel (meines Empfindens nach) noch kein natürliches Verhältnis zur Plus Size. Warum sonst werden große Größen weiterhin in extra abgetrennten Bereichen sortiert und hängen nicht wie selbstverständlich am selben Ständer wie der Rest? Shopping als Stigma, als würde man einen Porno in der Videothek ausleihen (für die Millenials hier, da gab es Filme bevor man Streamen konnte) – unauffällig die verbotene Zone betreten, schnell was schnappen und möglichst ungesehen wieder verschwinden bevor der Nachbar einen sieht.

Online hingegen ist Plus Size schon lange kein Schimpfwort mehr und hat zum Glück auch das wenig schmeichelhafte „Übergrößen“ abgelöst. Gut so, denn laut einer Emnid Umfrage fühlen sich 80 Prozent aller deutschen Frauen mit Größe 42+ durchaus wohl in ihrer Haut und keinesfalls „über groß“. Auch wenn die Filialisten also den boomenden Markt mittlerweile erkannt haben ist Plus Size eigentlich ein Gewächs des Online-Handels. Hier gab es die ersten Teilen, die tatsächlich den Stempel Mode und nicht „Ein-Mann-Zelt“ verdient haben. Doch trotzdem haben es kurvige Fashionistas immer noch etwas schwer, hippe gleichzeitig aber bezahlbare Plus Size Mode zu finden.

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Sieht auch ohne Baucheinziehen gut aus! Quelle: Studio Untold

Mit Studio Untold liefert Ulla Popken – die Mutter aller deutschen Plus Size Mode – nun eine Linie, die genau auf diese Zielgruppe zugeschnitten ist. Ok, ich gebe zu, als ich den Namen Ulla Popken gehört habe hatte ich zunächst andere Bilder im Kopf. Diplomatisch ausgedrückt habe ich damit bisher nämlich nicht gerade trendige Mode mit figurnahem Schnitt für die Frau ab 20 verbunden. Tatsächlich wurde ich aber durchaus postitiv überrascht, denn Studio Untold ist tatsächlich jung, modisch, bezahlbar und für mich das Beste: ich kann hier wieder in Größe S einkaufen 😀 (Bonbon für die Psyche).

Vorbei die Zeiten altbackener Walla-Walla-Zelte die nur dazu da waren das zu verhüllen, was der liebe Gott und Nutella in mühevoller Arbeit geschaffen haben. Figur zeigen ist angesagt. Zugegeben, ich als klassische A-Linie habe es hier deutlich einfacher als der Moxie mit seiner Litfasssäulen-Figur…dafür hat es bei mir in der Länge aber nur auf Pygmäen-Höhe gereicht…irgendwas ist immer.

Wie nah Studio Untold dabei tatsächlich am Puls der Zeit ist zeigt die Blogger Kollektion, die in Zusammenarbeit mit deutschen Plus Size Modebloggern entstanden ist. Nun kann man den Stil vieler Modeblogger finden wie man will (für mich oft wie ein Verkehrsunfall – zu faszinierend um weg zu schauen, gleichzeitig froh, dass man nicht selber drin steckt) klar ist trotzdem, es kommt endlich modische Bewegung in die Sache und tatsächlich finde ich viele der, aus dieser Kooperation entstandenen, Teile wirklich ansprechend (z.B. das hier). Und das vor allem aus einem Grund: es schreit eben nicht Achtung Übergröße, sondern ist am Ende des Tages einfach nur junge Mode wie sie jeder tragen könnte.

Zugegeben, ich bin eine 42, vermutlich würde ich im Plus Size Kindergarten von den „großen“ Kindern Prügel beziehen, denn ich kam bisher nicht wirklich in die Verlegenheit in der Plus Size Sektion kaufen zu müssen (auch wenn man sich in manchen Läden schon mit Größe 42 vorkommt wie ein maßloser Fettjunkie), irgendwie habe ich das vorhandene Material immernoch so umverteilen können, dass es in Massenware von der Stange zu pressen war (God bless Spanx). Mein Erfahrungshorizont ist in dieser Hinsicht also (leider / zum Glück) begrenzt. Würde ich trotzdem Plus Size kaufen? Die Antwort ist ja, denn am Ende sollte nicht eine lächerliche Zahl darüber entscheiden was ich gut finde und was nicht.

Ob nun on- oder offline, der Wandel vom einstigen Zeltverleih hin zu Mode, wie sie auch in Größe 36 getragen werden könnte ist dank neuer, junger Labels und der blühenden Plus Size Bloggerszene endlich spürbar. Alle einsteigen! Der Zug ist wohl doch noch nicht ganz abgefahren.

Wie findet ihr die „neue“ Plus Size Mode oder habt ihr schon mal bei Studio Untold bestellt? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Studio Untold. 
Alle Meinungen entsprechen ausschliesslich Elfephant.

 

 

 

 

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