Unwahrscheinlich wahrscheinlich

Wahrscheinlich führt der Verzehr von rotem Fleisch zu Krebs,  also möglicherweise, unter Umständen. Die WHO hat’s mal wieder raus gefunden. Wie gut, dass immer einer rausfindet, was man so nicht essen darf.

fleischMacht nix,  gibt ja noch genug andere Dinge,  die man essen kann.  Pommes zum Beispiel…achso ne, da war ja was mit Acrylamid. Man kann nur von Glück reden,  dass so viele Kinder ihren Spinat nicht essen wollen – denn der enthält (von Natur aus wohlgemerkt) Cadmium. Und wer sich auf elegante Art die Lebensversicherung des Liebsten aneignen will, der serviere einfach eine schöne Portion Naturreis – der ist nämlich so voll von Arsen,  dass es dem stärksten Matrosen die Schuhe aus- und das letzte Hemd anzieht. Wohlgemerkt,  bei all diesem Teufelszeug hatte der Mensch noch nicht mal seine Finger im Spiel.

Auch Bitterschokolade, die ja so wahnsinnig gut fürs Herz sein soll (am besten noch mit dem Glas Rotwein am Abend,  dass einen (angeblich, möglicherweise, unter Umständen) vor besagtem Krebs schützen soll) gehört jetzt zu den Hauptverdächtigen. Bleibt uns wohl nichts anderes, übrig, als die krebserregende Schokolade mit der doppelten Dosis krebsverhinderndem Rotwein zu bekämpfen. Dauersuff als Therapie – das muss einem die Gesundheit schon wert sein.

Überhaupt stellt man sich ja langsam die Frage, was man noch essen kann, soll, oder darf. In Kürze kommt ein neuer „Enthüllungsfilm“ in die Kinos.  „Voll verzuckert“, ein Film über den versteckten Zucker in unseren Lebensmitteln. Dabei gibt es dann so unglaubliche Erkenntnisse, wie zum Beispiel, dass Weintrauben gar nicht so gesund sind, wie die Natur (diese clevere Marketingschlampe) uns weiß machen will. Wen es heute noch wundern sollte,  dass in einer Portion „Frühstücks-Cerealien“ eines bekannten amerikanischen Cornflakes Herstellers mehr Zucker enthalten ist, als in einem Kilo Basismüsli – dem kann ich den Film wirklich nur ans Herz legen.

Meine Strategie für ein längeres und möglichst gesundes Leben (auf die Gefahr hin sich zu Tode zu langweilen) – ich verzichte einfach auf Essen (und Atmen, Genuß, Sex und sowieso auf Sport (ist ja bekanntlich ohnehin Mord)). Das ist in Anbetracht jüngster Erkenntnisse vermutlich nicht nur die gesündeste Variante, sondern auch noch sehr günstig. Ob das am Ende allerdings hilft ist wieder eine andere Frage, denn ich befürchte fast irgendeine schlaue Organisation hat schon den nächsten Schocker in der Schublade.

Wahrscheinlich führt das Leben nämlich zum Tod, also möglicherweise, unter Umständen – aber hier will ich mich wirklich nicht festnageln lassen!

Jetzt erst mal Rotwein – auf die Gesundheit!

4 Gedanken zu “Unwahrscheinlich wahrscheinlich

  1. Die Gesundheits Gurus sprechen nie über Zufriedenheit und Glücklich sein. Sie sprechen nur über Verzicht. Was für eine sch… masochistische Lebenseinstellung. Möglicherweise unter Umständen solltest du dir deinen öffentlichen Verzichtschwur nochmals gut überlegen.
    Liebe Grüsse aus Zürich, Bernhard

  2. Hallo, wie Pommes sind nicht gesund und Schoki auch nicht. Manno, ich verzichte schon freiwillig auf sport, und nun auch noch auf alles andere, ok, wenn ich dadurch 1 Jahr älter werde. Ach ja, Arbeit soll angeblich nicht krank machen, sagt mein Arzt jedenfalls. LG britti ♡

  3. Pingback: Unwahrscheinlich wahrscheinlich | hans939

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s