Zucchini trifft Kokosblüte – Nu3 Insider Club Box

Wie versprochen kommt heute der zweite Teil der Nu3 Insider Box Review. Der Moxie und ich haben uns dafür in die Untiefen meiner winzig kleinen Küche gewagt und dort für euch gewerkelt. Herausgekommen ist dabei so ein bisschen was frankenstein-esques, wie ich finde. Rübli Torte ist ja mittlerweile ein alter Hut, der Gemüseliebhaber von heute backt mit Zucchini!Zugegeben das Rezept ist geklaut, und zwar bei Flo und Madeleine vom Backstübchen  (die wiederum bei raspberrysue geklaut haben) – an dieser Stelle vielen Dank für dieses –  und das kann man schon vorweg nehmen – sehr leckere Rezept! Für unsere ersten Backerfahrungen mit Kokosblütenzucker wollten wir aber kein Risiko eingehen, und haben uns deshalb lieber ein gelingsicheres Rezept ausgesucht, anstatt mal ins Blaue zu backen. Außerdem haben wir die Backorgie gleich genutzt um neue Fotos für einen neuen Beitrag zu schießen – wir verraten nur so viel: Elfephant bekommt bald ein Gesicht!

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema des Tages: Glutenfreier Browniekuchen mit Zucchini und Kokosblütenzucker.

Den Kokosblütenzucker haben wir ja, wie bereits erwähnt, aus der Nu3 Insider Box. Er war eines der Produkte, die mittels Abstimmverfahren für die Box ausgewählt wurden (und ja, auch ich habe für den Zucker gestimmt). Ich hatte schon vorher was davon gehört und eine Reportage über dessen Gewinnung gesehen, da ich aber eigentlich viel zu geizig für solche Sachen bin und mit ordinärem Südzucker schon zufrieden, hatte ich ihn zwischenzeitlich wieder ganz vergessen. Umso besser, dass wir nun so die Chance hatten das exotische Süßungsmittel zu testen. Der hier verwendete Kokosblütenzucker stammt von der Nu3 Eigenmarke und kostet im Onlineshop derzeit im Angebot 5,99 Euro (7,99 regulär) für 330g. Rechnet man das aufs handelsübliche Kilo hoch liegt man regulär ungefähr bei +/-16 Euro.

Was kann dieser teure Tropenzucker also?

Zunächst mal hat Kokosblütenzucker einen deutlich besseren glykämischen Index als normaler Zucker, das heißt im Klartext, nach dem Verzehr von Kokosblütenzucker steigt der Insulinspiegel nicht so schnell und fällt vor allem viel langsamer. Man rutscht also nicht so leicht zurück in die Heißhungerphase. Gleichzeitig ist der Zucker vegan, bio, vegetarisch und glutenfrei. Was die Punkte angeht schenken sich normaler Zucker und Kokosblütenzucker allerdings leider nicht wirklich was.

Kokosblütenzucker hat eine bräunliche Farbe, ähnlich wie Rohrzucker. Dabei ist er aber lang nicht so süß, wie normaler Zucker und hat eine leicht malzig-karamellige Note – das kann in gewissen Gerichten sehr ungewöhnlich wirken. Kurzum, der Industriezucker-Nutzer muss sich erst umgewöhnen, sowohl geschmacklich, als auch von der Handhabung. Denn Kokosblütenzucker hat auch nicht so viel Volumen wie handelsüblicher Zucker, kann aber im gleichen Verhältnis ausgetauscht werden. Und genau das haben wir in unserem Rezept gemacht.

Was kann man also damit letztlich machen? Im Grunde alles, was man mit normalem Zucker auch machen würde. Kaffee oder Tee süßen, Backen, abschmecken usw.

Nach so viel Infos aber nun das versprochene Rezept!

Browniekuchen mit Zucchini und Kokosblütenzucker
2 Eier
75g Kokosblütenzucker
1 TL Vanilleextrakt (oder etwas Vanillemark)
160g Zucchini
80g gemahlene Mandeln
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 Prs. Salz
40g Kakao
60g Walnüsse
1 EL neutrales Pflanzenöl + 1 EL gemahlene Mandeln für die Form
  • Zunächste die Form mit Öl einpinseln und mit dem EL gemahlene Mandeln bestreuen. Ich konnte dafür meine brandneue und wundervolle Silikon Tarteform mit Glasboden verwenden ( rund 7€ von Lidl – ich liebe das Teil!).
  • Die Zucchini raspeln und in einem Geschirrtuch ausdrücken.
  • Die Eier trennen und die Eiweiß steif schlagen.
  • Die Eigelbe mit dem Kokosblütenzucker aufschlagen.
  • Die Vanille hinzugeben und dann die Zucchini untermischen.
  • Mandeln, Backpulver, Natron, Kakao und Salz vermischen und dann unter die Zucchinimasse geben.  Hierfür hat mir mein pinker Blitz wieder sehr gute Dienste geleistet!
  • Zum Schluss die Walnüsse grob hacken und unterziehen.
  • Den Teig in die Backform füllen und glatt streichen – unsere Form war etwas größer, als die Form im Rezept, deshalb wurde unser Kuchen auch eher eine Tarte und weniger ein Brownie. Hat dem Geschmack aber keinen Abbruch getan.
  • Den Kuchen bei 175°C circa 20 bis 25 Minuten backen und dann nur noch genießen –  ich habe zum warmen Kuchen zum Beispiel noch eine Kugel Vanilleeis gegeben.

Fazit: Ja der Kuchen ist lecker und nein, man schmeckt die Zucchini kein Stück (hätte ich nicht gedacht!). Allerdings meinten einige Koster ich hätte mich mit der Prise Salz vertan, könnte am Ende aber auch an der reduzierten Süßkraft des Zuckers liegen. Allgemein hat mich der Kokosblütenzucker geschmacklich nicht unbedingt vom Hocker gehauen, da das malzige Aroma schon sehr speziell ist. Zu den Walnüssen und dem Kakao passt es zwar, ich mag meine Bronwies dann aber doch eher klassisch. Mittlerweile habe ich den Zucker auch für den Mürbteig eines Apfelkuchens verwendet und dazu hat es, in Verbindung mit Zimt sehr gut gepasst.

Würde ich den Zucker noch einmal kaufen? Ehrlicherweise wohl eher nicht, da die Punktebilanz am Ende nicht besser und die Süßkraft ungewohnt schwach ist. Lieber verwende ich handlsüblichen Zucker, dafür aber in geringeren Mengen.

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