Sportiphant: Gymondo – das Fazit

sportiphantIn beinahe 8 Wochen Gymondo Beginner Programm konnte ich mir nun einen guten Eindruck verschaffen was Online Fitness heisst. Generell bin ich vom Konzept Sport wann, wo und wie ich möchte auf jeden Fall immernoch überzeugt. Kein Studio der Welt kann für mich mein Argument mit den kurzen Wegen von meiner Isomatte zur Dusche und in mein Schlafzimmer – ohne auch nur einmal die Wohnung zu verlassen oder andere Menschen zu sehen – schlagen.Würde ich es also wieder tun? Definitiv. Würde ich es mit Gymondo tun? Vermutlich eher nicht.

Vorteile des Prorgamms sind ganz klar die überschaubaren Kosten, der geringe Aufwand für ein Training und dass man wirklich kaum Geräte braucht. Für den Beginner Kurs reicht eine Isomatte und ein paar Turnschuhe aus. Schaut man in fortgeschrittenere Kurse, findet man dann schon immer mal wieder eine Hantel oder ein Band, die können aber auch mit einem Handtuch und Wasserflaschem ersetzt werden, wenn man sich überhaupt nichts anschaffen will. Wobei ich mir denke, wer auf diesem Niveau zuhause trainiert, besitzt so etwas eh schon mit großer Wahrscheinlichkeit. Gründe, die gegen Gymondo sprechen, habe ich in den vergangenen Wochen allerdings auch so einige gesammelt. Damit es schön übersichtlich bleibt nun also in Unterpunkten.

  • Das Programm: Gymondo  wirbt mit vielen verschiedenen Programmen und der Möglichkeit großer Abwechslung. Von dieser Abwechslung habe ich allerdings im Beginner Kurs recht wenig zu spüren bekommen. Mit jeder neuen Woche hatte ich die Erwartung, dass sich die Kurse ändern würden, es bleiben allerdings die gleichen in rotierendem System mit Ergänzung von ca. 3 weiteren 20 Minuten Kursen für Bauch oder Po. Wenig Abwechslung wie ich finde. Schaut man sich die anderen Programme an, ist da doch deutlich mehr zu sehen. Es gibt im Fortgeschrittenen Bereich ja auch wesentlich mehr Kursmöglichkeiten. Schon hier kommt mir die Vermutung, ich bin nicht die Zielgruppe von Gymondo.
  • Die Nutzung: Preisfrage: wenn man ein ONLINE Fitness Studio eröffnet, wo alle Kurse von meinen Teilnehmern nur ONLINE genutzt werden können und man ja auch damit werben will, dass man immer mobil bleibt und von überall Sport machen kann hat man nur ein internetfähiges Gerät dabei – um was kümmere ich mich dann als eine der ersten Sachen? Richtig! Um die ONLINE Darstellung/Nutzbarkeit meines Produkts auf den Geräten. Und das heisst nun mal auch, dass ich im Jahr 2015 eine App für Smartphones oder Tablets zur Vefügung stelle oder zumindest meine Seite dafür optimiere. Klingt logisch, oder nicht. Ja hat Gymondo nicht. Ursprünglich hatte ich mir ja vorgestellt ich könnte vor meinem Fernseher hopsen. So über Smart Tv. Blödsinn, ich und meine innovativen Ideen mal wieder. Also musste ich auf mein Android Gerät umsteigen. Hier konnte ich zwar die Videos sehen, aber zeigt mir mal wie ich auf mein Tablet schauen soll, wenn ich am Boden liege und Übungen machen soll. Man behilft sich irgendwann auch irgendwie  (s. Instagram) aber ist das der Sinn der Sache? Ach, von der Erwartung ich könnte die ganze Seite vom Tablet aus nutzen, habe ich mich natürlich auch sehr schnell verabschiedet. Wäre ja auch blöd, wenn man seinen Trainingsverlauf immer vollständig darstellen könnte. Auf der Suche in Foren findet man dann auch schnell raus, dass bereits seit über einem Jahr diese App kurz vor der Vollendung stehen soll. Herausgekommen ist allerdings noch nichts.
  • Das Training: Wie bereits in vorhergehenden Artikeln gesagt, mir lagen meine Trainer und die Art wie sie mich gescheucht haben. Was ich allerdings schwierig finde, ist dass an keiner Stelle sich nach dem Gesundheitszustand des Teilnehmers erkundigt wird. Natürlich kann man sagen es ist ein Online Programm und entsprechend kann man keine  individuelle Beratung erwarten, klar, ich finde aber dennoch, dass zumindest im Anmeldeformular evtl. nach Vorschäden gefragt werden und entsprechend empfohlen werden könnte. Mein Bandscheiben geschädigter Rücken fand die 6 Wochen effektives Training nämlich nur mäßig gut.
  • Der Effekt: Bereits im Zwischenfazit konnte man ja erkennen, dass sich auf Giese nicht wirklich, an der Zentimeter- und Konditions- Front aber wohl schon Veränderungen gezeigt haben. Da ich das Programm nicht zu Ende bringen konnte (s.o.) kann ich natürlich nicht mit harten Zahlen aufwarten. Ich gehe allerdings davon aus, dass sich der Trend so fortgesetzt hätte und man straffer aber wenig leichter aus dem Kurs kommt. Wem das ein Erfolg ist, wundervoll. Für mich war das aber nicht das Ziel. Und wieder frage ich mich ob ich als Sportwiedereinsteiger, der nicht eigentlich bereits Größe M trägt und eigentlich auf Größe S will, Zielgruppe des Anbieters bin. (Auch hier verweise ich auf die „Erfolgsbilder“ von Gymondo auf  Instagram)

Empfehle ich also Gymondo? Menschen, die schon viel Sport machen und kein passendes Studio um die Ecke haben oder wirklich keine Zeit haben für Anfahrt und Co, durchaus. Wobei ich mich frage, gibt es diese Menschen tatsächlich? Menschen, die wie ich wieder Einsteigen wollen und fitter werden wollen, denen vielleicht für den Anfang auch noch. Wobei diese vermutlich dann doch bald auf ein Studio vor Ort umsteigen werden wollen. Personen, die schon etwas körperlich lediert sind, eher weniger. Wer sich nicht sicher ist, es gibt ja auch immernoch die Möglichkeit der ersten Woche umsonst Probetraining.

2 Gedanken zu “Sportiphant: Gymondo – das Fazit

  1. Echt gute und ausführliche Zusammenfassung. Ich war schon immer gespannt, wie das bei Gymondo so abläuft aber wollte dafür kein Geld ausgeben. Ich mache seit über einem Jahr Sport zuhause mithilfe von YouTube Videos. Das reicht mir vollkommen 🙂

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