Wir sind not amused

sportiphant…und zwar so gar nicht. Eigentlich hatte ich mir wirklich vorgenommen diese ganze Sache nicht vorschnell zu bewerten. Und versteht mich nicht falsch, das ist kein „wir schmeissen alles hin“- Beitrag. Allerdings wird die Sportiphant-Challenge für uns jeden Tag mehr zur Gewissensfrage. Nicht weil wir nicht motiviert wären oder Schwierigkeiten mit dem Schweinehund hätten – klar, Freunde sind wir sicherlich nicht – sondern weil uns die Ergebnisse nach nun mittlerweile beinahe Halbzeit alles andere als motivieren.

Da wir aber davon ausgehen, dass das ein Problem ist mit dem schon mehr Personen wie nur wir gekämpft haben, und wir wie immer die ungeschminkte scheussliche Wahrheit aufschreiben, gibt es nun ein Behind the Scenes of Sportiphant.

Moxie:

Was hat mir nun also die bisherige Fitness-Offensive gebracht. Mal überlegen:Mein Rücken findet dieses ganze Training nur mäßig prima und begrüßt mich jeden morgen mit einem neuen Zwicken. Ich beschwere mich nicht über Muskelkater – im Gegenteil, no pain no gain, oder so. Diese Schmerzen kann ich mit Stolz tragen und es macht mir wirklich nichts aus mal 3 Tage nur mit zusammengebissenen Zähnen die 2 Etagen zu meinem Büro hoch und runter zu laufen. Was mir allerdings durchaus etwas aus macht, ist, dass Giesela mir seit Beginn dieser Challenge jeden Tag eine neue Scheusslichkeit präsentiert. Stand heute wäre ich auch wieder bei der Zahl angekommen, mit der ich vor 4 Wochen in dieses Experiment gestartet bin. Jetzt kann man natürlich sagen, ja Muskel wiegt ja auch was und wenn man aufbaut, darf man sich ja nicht wundern, dann möchte ich doch aber bitteschön an anderer Front etwas SEHEN. Und das mit dem „sehen“ das hält sich doch ganz stark in Grenzen. Weder habe ich das Gefühl ich wäre straffer, noch haben sich die Maße im Umfang des bestehenden Luxuskörpers gravierend verringert. Mein Kleiderschrank suggeriert mir bei Weitem noch nicht ich müsste neue Dinge erstehen. Dass der Gesang meines Sofas in Anbetracht dieser Tatsachen jeden Tag süsslicher erklingt, muss ich wohl nicht sagen.

Natürlich kann ich auch etwas auf der Haben-Seite verbuchen. Meine Kondition hat sich gesteigert und ich bin nicht mehr so schnell ausser Puste wenn ich einen Berg laufen muss. Und natürlich finde auch ich Post-Training ausgeschüttete Endorphine total gut. Oh und ich bin natürlich mega stolz auf mich, dass ich bisher so brav durchgehalten habe. Generell finde ich die Ausbeute aber sehr enttäuschend und ich bin mir auch nicht so ganz sicher, wie diese immer wieder suggerierten Gewichtsverluste in solchen Programmen nach den noch ausstehenden 4 Wochen zu Stande kommen sollen. Sicherlich nicht wenn sich dieser Trend hier fortsetzt. Ich kann mit Stagnation leben, das kenne ich schon, aber mit steigenden Zahlen auf Giesela obwohl man sich 4 Mal die Woche auf dem Boden wälzt oder den Parkett zum beben bringt und brav seine Punkte einhält, das kann ich nur ganz schwer als ein erfolgreiches Programm verbuchen.

Vorsätze

Bunsi:

Zunächst mal, Endorphine? Das ich nicht lache! Ganz offensichtlich braucht mein Körper die Glückshormondosis eines Elefanten um sich über Schweiß in den Augen und Schnappatmung freuen zu können. Ich will nicht sagen, dass ich mich von Training zu Training kämpfe, aber glücklich macht auch mich das alles nur so mittelmäßig. Vor allem, weil auch bei mir der erhoffte Effekt aus bleibt. Ok, scheinbar habe ich an gewissen Körperstellen schon an Umfang verloren, dabei sollte man aber nicht außer Augen lassen, dass es nicht gerade einfach ist immer genau die gleiche Körperstelle mit dem Maßband zu treffen. Meine Taille variiert also um +/- 3 cm oberhalb und unterhalb des Bauchnabels. Mittlerweile bin ich sogar so weit mir einen Edding-Punkt auf den Bauch zu malen, um tatsächlich immer an der gleichen Stelle messen zu können. Wie sehr kann ich also diesem Messergebnis trauen?

Klar kann man nach drei Wochen keine Wunder erwarten und nur steter Tropfen höhlt den Stein, blablabla – hilft alles nix, denn nur harte Zahlen halten die Motivation hoch. Und die sind effektiv nicht da. Mein Gewicht pendelt um zwei Kilo hoch und runter, je nachdem ob ich mir erlaubt habe Abends noch Nudeln zu essen, oder eben nicht. Die Überwachung mit der Bodyfat-Waage läuft zwar weiterhin, allerdings ermutigt einen ein Körperfettverlust von 0,02% nun auch nicht im nötigen Maß.

Immerhin, das Training macht soweit immer noch Spaß und ich kann mich immer noch motivieren am Ball zu bleiben. Trotzdem wäre es schön, wenn so langsam mal ein Ruck durch Giesela ginge.

 

Natürlich werden wir weiterhin brav die Zähne zusammen beissen und bis zum bitteren Ende die Sportiphant-Challenge durch sporteln. Einen Überblick über Zahlen und harte Fakten gibt es in der kommenden Woche in unserem Zwischen-Fazit zur Halbzeit. Wenn es euch auch schon mal so ging wie uns im Moment, oder wenn ihr auch einfach nur gerade frustriert seid vom Trainingserfolg – erzählt uns doch davon!

 

Ein Gedanke zu “Wir sind not amused

  1. 😣 kann ich verstehen, dass man enttäuscht ist, aber als ich Ende Januar gestartet bin mit 4-5 mal Sport pro Woche, dachte ich auch, das wird nix. Ich habe nicht abgenommen und auch der Umfang wurde nicht weniger. Ich habe bis jetzt sogar 5 Kg zugenommen…aber mittlerweile ist mein Körper um einiges straffer, ein paar Zentimeter sind weg und die Proportionen haben sich verbessert. Wenn man Freund mir das nicht sagen würde, würde ich selbst aber kaum einen Unterschied sehen, weil man sich ja täglich im Spiegel genau beäugt ob irgendetwas anders ist, andere Leute haben da einen anderen Blickwinkel. Was sagen denn Freunde/Familie? Sehen die einen Unterschied? Mein Problem war anfangs auch das Essen. Bei Gewichtsreduktion macht die Ernährung 70% aus und der Rest ist mehr Bewegung/Sport. Ich habe durch den vielen Sport mehr Hunger u d esse auch mehr, dadurch dass ich aber nie Kalorien zähle, habe ich nicht abgenommen. Muskeln sind trotzdem gewachsen, deswegen die 5 Kg drauf. Blöd nur wenn solche Programme Versprechungen machen, die gar nicht eingehalten werden können, weil die unter optimalen Bedingungen getestet wurden, was bei uns normal sterblichen so manchmal gar nicht machbar ist. Ich drücke euch die Daumen trotzdem durchzuhalten, ich bin sicher ihr werdet am Ende froh sein es durchgehalten zu haben und daran könnt ihr anknüpfen. Was ich bis jetzt gelernt habe, ist geduldig zu sein und sich über jede noch so kleine Veränderung zu freuen. Und wenn mal äußerlich nix passiert, dann ist der Körper innerlich trotzdem am Arbeiten. Damit halte ich mich immer bei Laune 😄
    LG Anna

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