Anderson meets Kardashian

Jeder Körper ist unterschiedlich proportioniert. Und ich meine das vollkommen wertfrei. Will sagen, manche Frauen sind mit einer größeren Oberweite gesegnet, andere haben eher eine kurvige Rückansicht. Zufrieden sind vermutlich nur wenige Glückliche mit den Gegebenheiten. Bei MB haben wir beide Fraktionen vertreten. Wo ich eher zur Fraktion Alpenvorland mit eher nicht vorhandener Kurve im mittleren Bereich meines Körpers gehöre (abgesehen von der unerwünschten nach vorne versteht sich), kann der Bunsi sich über typisch weibliche Kurven freuen. Beides bringt so seine Vor- und Nachteile mit sich. Insbesondere beim Kleidungskauf, haben wir beide immer wieder unsere helle Freude an Teilen, die, wie mir scheint, doch eher für 12-jährige ohne jegliche Rundung erschaffen wurden.

Da es sich beim Bunsi nun wirklich bei weitem nicht um einen Hintern der Marke Kardashian und Co. handelt, findet sie nach einer Weile und mit gewissen Modifikationen doch immer wieder etwas passendes. Bei mir im Bereich eines F-Körbchens sind Oberteile und insbesondere Blusen scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit. Es sei denn natürlich man möchte sich in Stoffbahnen Marke Zelt einhüllen. Scheinbar ist es bei der Textilindustrie noch nicht angekommen, dass es auch Menschen gibt, die nicht, nur weil sie mit einer großen Oberweite versehen wurden, gleichzeitig unter diesem Bereich auch soviel Stoff benötigen um noch einen kleinen Stehtisch damit abzudecken. Wampy ist zwar nicht in Modelmaßen, aber er ist auch nicht Rainer Calmund. In Ermangelung gut sitzender Alternativen – ich bin leider wirklich kein Fan von die „Brust möchte Raus“-Blusen bzw. „Obacht – dieser Knopf wird sie vermutlich in 10,9,8… im Auge treffen“ – bin ich mittlerweile dazu übergegangen einfach keine vorne geknöpften Blusen mehr anzuziehen. Das geht aber leider immer nur bedingt wenn man einen Büro-Job hat.

Was also tun? Ganz geschlagen geben wollten wir uns ja dann auch nicht. Und auf der Suche nach einem passenden Badenanzug im letzten Jahr – auch das wird zur Odysee, wenn man nicht plant unbedingt einen scheusslichen Sportbadeanzug zu tragen, sondern sich tatsächlich erdreistet ein nettes und halbwegs modisches Model mit Nackenverschluss zu besitzen. Natürlich eines mit Bügeln. Und wo man nicht nach einer halben Stunde sich denkt, so nehme man mir den Mühlstein vom Hals. Jaaaaaa, ich dachte ich erwarte mal gaaaaaaaanz wilde Dinge. Ach und bezahlbar sollte er auch noch sein. In eben jener scheinbar unsinnigen Mission, wurde uns in England mal wieder geholfen. Dort hat man nämlich den Aufschrei der genervten Frauen mit mehr Kurven wie ein handelsübliches Brett vernommen und gehandelt.

Der Heilige Gral eingetütet

Die Lösung heisst Bravissimo bzw. Pepperberry im Kleidungs-Segment. Der ursprüngliche Slogan („Clothes desgined with your boobs in mind“) sagt bereits alles. Oder eben:

Style that loves your boobs

Muss ich mehr sagen? Ich glaube hier hat jemand verstanden.

Falls ihr euch fragt – der ist es geworden

Das System ist denkbar einfach. Man wählt seine normale Konfektionsgröße und ergänzt sie nun mit einem der dort eingeführten Zusatz-Kürzeln für den Kurvenradius: Curvy, Really Curvy oder Super Curvy. Mehr zum Weg zur richtigen Größe gibts hier. Und schon stehen einem eine große Auswahl an modischen Kleidern, Röcken, Unterwäsche, Hosen, Schwimmsachen und Blusen zur Verfügung. Natürlich liegen wir preislich nicht im H&M Segment (eher vergleichbar mit Esprit), und natürlich kommt auch der Versand aus UK noch mit dazu, allerdings bin ich für ein qualitativ gutes und gut sitzendes Kleidungsstück durchaus bereit etwas mehr zu zahlen, als mich mit noch einer günstigen nicht passenden Bluse zu ärgern.

Vielleicht habt ihr ja auch den Kleidungs-Dealer eures Vertrauens – wir freuen uns schon eure Vorschläge genauer unter die Lupe zu nehmen.

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