Stick a fork in me – I’m done!

Diese schöne englische Redensart sollte eigentlich der Claim einer neuen Diätrevolution sein, wie ich finde. Klar kommt die bahnbrechende Idee mal wieder aus den Staaten und klar soll damit die Lösung für all unsere fettleibigen Probleme gefunden worden sein. Forking, also ‚“aufgabeln“ nennt sich der neueste Diätschrei.

Wer schon immer davon geträumt hat eine „französische Figur“ zu bekommen (was vermutlich damit beginnt bei ca. 1,50 m Körpergröße das Wachsen einzustellen), der sollte ab sofort ein Vorhängeschloss an den Besteckkasten klemmen, denn: Messer, Löffel, Schere, Licht sind für schlanke Franzosen nicht! Kurz gefasst, alles was lediglich mit einer Gabel gegessen werden kann ist erlaubt. Wie gut, dass sich auch gleich ein renommierter Ernährungswissenschaftler des Themas angenommen hat und die Idee selbstverständlich lobend mit einem Zitat unterstützt – wie könnten wir das Ganze auch glauben ohne eine vertrauenswürdige Studie mit 20 Teilnehmern im Nacken?!

Ganz durchdacht finde ich das Konzept trotzdem nicht, denn offensichtlich haben die Studienprobanden vergessen, dass auch ein Schokoriegel sich prima mit einer Gabel aufpieksen und verzehren lässt. Auch beim Verzehr von Eis sehe ich mich durchaus in der Lage der diäthalber auf einen Löffel zu verzichten und das cremige Schokoeis mit Soße und Stückchen mit einer Gabel aus der Packung zu schaufeln. Der Halbsatz „es dürfen nur Lebensmittel verzehrt werden, die natürlicherweise mit einer Gabel gegessen werden“ ist dabei auch nicht hilfreich, immerhin wäre es durchaus möglich, dass ich bereits seit frühester Kindheit dazu erzogen wurde Mousse au Chocolat eimerweise mit der Gabel zu verzehren – für mich also völlig natürlich. Des Weiteren wird auch nicht näher ausgeführt ob es sich beim zu benutzenden Esswerkzeug um eine kleine oder große Gabel zu handeln hat – Kuchen habe ich schließlich schon immer und daher natürlicherweise mit einer Gabel gegessen.

Gerüchte besagen ja, dass auf Grund des massiven Zulaufs zur Gabelmethode bereits erstes Besteck bei McDonalds gesichtet wurde. Wer etwas auf sich hielt hat ja bisher ohnehin Burger, Döner und Käsebrot in Gesellschaft mit Messer und Gabel verspeist (bis heute ist mir nicht ganz klar, warum man ein Butterbrot mit der Gabel essen sollte…ist das schicker oder vermeidet man so sich mit der tückischen Butter einzusauen??)

Für diejenigen unter euch, die bereits jetzt ihre mobile Schweizer-Taschenmesser-Gabel im Anschlag haben, bereit sich in das Vergnügen Diät zu stürzen. Hier geht’s zur offiziellen Webseite. Über Erfahrungen zum Thema Gabelduell freuen wir uns natürlich!

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