Oink Oink – Wer ist da?

Ich bin’s! Dein Kühlschrank! Bevor jetzt alle glauben ich würde an unterzuckerungsbedingten Wahnvorstellungen leiden, kann ich Entwarnung geben. Nein, ich halluziniere nicht bereits von sprechenden Vorratsschränken. Wobei es tatsächlich um den Kühlschrank als unterschätzten Lebensraum gehen soll. Wer sich nun auf einen Ratgeber zum Thema „Welches Essen schläft auf welcher Höhe“ gefreut hat, muss leider enttäuscht werden. Vielmehr geht es um eine von mir erst kürzlich neu entdeckte Spezies: Das Kühlschrankschwein aka Hüter der gekühlten Schätze, Bekämpfer der Fressattacke und angebliches neues Must-Have im Kampf gegen die Kilos. Zumindest suggeriert das die Verkaufsbeschreibung.

Rächer unkontrollierter Fressattacken und erhältlich hier

Für alle, die dieses Nerv-Schwein aus der Hölle – und das ist es bei genauerer Betrachtung – noch nicht kennen: Das Diätschweinchen sitzt im Kühlschrank und reagiert bei blossem Öffnen der Tür mit penetrantem Gegrunze. Und zwar solang, bis die Tür wieder geschlossen wird. Angeblich soll das von spontanen Fressattacken abhalten und den Mops vor dem Kühlschrank umgehend dazu zwingen sich zu besinnen und die Tür unverrichteter Dinge wieder zu schliessen.

Vermutlich funktioniert das auch die ersten 3 Mal, weil man aus seinem Wahn nach FUDDER herausgerissen wurde und noch gerade so die Kurve bekommen hat. Vielleicht schliesst man die Tür auch in Schock wieder, weil einen plötzlich ein Schwein anpfeift. Oder man versucht in Panik doch noch kurzfristig die Tür wieder zuzuschlagen, weil man befürchtet die Kinder zu wecken oder sich durch das Pätzschwein beim Holden zu verraten. Jedenfalls – die Traumfigur für nur knapp 10 Euronen bei einem großen Online-Versandhaus. Na ich weiss ja nicht…

Durch dieses Schwein inspiriert hab ich mir mal Gedanken über meine Beziehung zu meinem Kühlschrank im allgemeinen und der Beziehung von anderen Menschen zu ihrem Kühlaggregat im besonderen gemacht. Vorausgeschickt muss ich sagen, meine Schwachstelle im Bereich der Vorratsschränke liegt eher im ungekühlten Segment. Daher ist die Gefahr für mich persönlich nicht ganz so groß wenn ich mal in die Küche laufe. Meinen Kühlschrank bewohnt daher kein grunzendes Plastikschwein. Allerdings gibt es ja genug Menschen, die sich immer wieder vor den Verlockungen der dort lagernden Lebensmittel schützen müssen. Abgesehen vom Diätschwein gibt es hier ja die verschiedensten Möglichkeiten. Angefangen von den unterschiedlichsten elektronischen Gadgets, über clevere Sinnsprüche auf Postkarten bis hin zu handgebastelten Fotocollagen mit dem eigenen Kopf auf dem Körper von lasziv posierenden Models oder eben in wunderschöner Moppel-Pose. Wobei ich mir in den beiden letzteren Fällen auch nicht sicher bin, wie effektiv solche Bilder sind. Bei mir wäre die Reaktion auf diese Bilder eher „ah, so klapprig steht dir ganz offensichtlich eh nicht“ oder eben „ja gut, fett sind wir ja eh schon“ oder eben „Schnell Tür auf, dann seh ichs nicht mehr“ – Alles nicht zielführend.

Aber gibt es Alternativen wie man dem hirnlosen Futter-Sog entkommen kann? Wenn jemand Alternativen kennt – MB ist immer offen für Vorschläge. An meinem Kühlschrank hängt tatsächlich eine kreative Postkarte besagend „Heidi Klum? Die kennen wir nicht, die war nie im Paris“ – ein weises Zitat von King Karl. Man muss also nicht immer Laufsteg-Model sein und hat trotzdem noch die Chance auf ein Leben. Meine Empfehlung: Falls die Beziehung zum eigenen Kühlschrank doch eher schwierig sein sollte, umsteigen auf  SM und sich eine Kette mit Schloss zulegen. Die gibts im selben Online-Kaufhaus.

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