Advent, Advent, die Waage brennt

Lange ist hier nichts passiert. Das lag zum einen am Frust und zum andern an Terminen. Der Frust hat sich mittlerweile zumindest halbseitig wieder etwas gelegt – wobei der Moxie immer noch stark mit einer scheinbar unüberwindlichen Schwelle zu kämpfen hat. Nach einem kurzen Fondue und seminarbedingten Fress-Exzess hat sich Giesela zumindest bei mir wieder gefangen. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich kürzlich einen Anruf erhielt mit der aussagekräftigen Botschaft: „Lisbeth, ab heute wird das Essen eingestellt“ – dazu eventuell zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Eine Hürde, die jedoch weder beeinflussbar noch weg zu ignorieren ist manifestiert sich derzeit in Form eines reisigbedeckten Kranzes inklusive vier Kerzen – singet ihr himmlischen Chöre es ist Adventszeit. Und damit auch die Zeit von Plätzchen, Stollen und Glühwein. Allein der letztere, ohne den es meines Erachtens nach in der Vor- (und auch Nach-) Weihnachtszeit gar nicht geht schlägt mit sage und schreibe 6 unverschämten Punkten zu buche. Wie soll Frau da das Ziel weiterhin vor Augen behalten?

Momentan werde ich also Zeuge des apokalyptischen Kampfes zwischen Gut und Böse oder mit anderen Worten: in der rechten Ecke, der 8-fache World Champion im Schwergewicht Niko „Candyman“ Laus vs. die Herausforderin, Giese „the Bitch“ La. Let’s get ready to rumble!

Da ich immerhin, aufgrund der Liebe und Zuneigung meiner Mitmenschen, wenigstens zu Hause weder mit gefüllten Nikolausstiefelchen noch handgeklöppelten Adventskalendern verführt werde (ja man kann dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen) werde ich also lediglich im Büro jeden Morgen von industriell in Form gepresster Schokolade (mit und ohne künstliche Aromen) empfangen. Zwar öffne ich jeden Morgen brav das entsprechende Türchen, meine Schreibtischschublade droht aber mittlerweile unter den dort abgelegten Schokotäfelchen aus Waldenbuch zu kollabieren…vermutlich werde ich noch bis Ostern an meiner Adventsschoki nagen.

Allen Weihnachtsmärkten und Adventskalendern zum Trotz habe ich aber gestern dann doch mein zweites Sternchen erhalten (oder wie Muddern sagen würde, das zweite Quiesel) und gleichzeitig auch noch eine ganz und gar köstliche Entdeckung gemacht. Wer noch nicht das Vergnügen mit traditionellen Rumkugeln nach Weight Watchers Art gemacht hat, dem sei gesagt es besteht absolute Suchtgefahr – und das lag nicht alleine daran, dass ich vor dem Wiegen natürlich wieder weder Wasser noch Brot zu mir genommen hatte und also ohnehin ausgehungert war wie ein Pinguinmännchen nach 3 Monaten Babysitting. Rezept und erste Herstellungsversuche dieser kleinen braunen Geschmacksbomben folgen in einem extra Beitrag.

Und wer über Weihnachten trotz WW Rezepten und eiserner Disziplin dann doch mit der ein oder anderen Keksdose schwanger geht dem sei abschließend noch folgender Rat mit auf den Weg gegeben: Verhalte dich wie eine Dattel! Denn von der können wir eines lernen – kein Mäntelchen wärmt so gut wie ein Speckmäntelchen.

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