Von Kantinen-Kriegern und Tupper-Titanen

Und täglich grüßt das Murmeltier. Meins grüßt jeden Tag pünktlich um 12 Uhr. (Weil – wie Großmuttern schon wusste: Da ist auf der ganzen Welt Mittag!) Um diese Zeit, während einer Arbeitswoche, beginnt mein Magen nämlich mir deutlich zu signalisieren „also ich hab jetzt echt die letzten beiden Stunden angedroht, aber wenn du mir jetzt nicht SOFORT was zum verdauen gibst, schwöre ich, werde ich nach oben melden, wir verdauen uns jetzt selbst.“ Und in diesem Fall ist es immer besser umgehend Folge zu leisten. Nun gibt es ja hier 2 verschiedene Spezies der Nahrungsaufnehmer zur Mittagsstunde: Die Verfechter von „Ich geh mal in die Kantine“ und die „ich hab da selber was dabei“. Persönlich gehöre ich zu den Rittern der Tupperbox, wobei unser Bunsi mit selbstgebasteltem Mittagessen im Büro nichts anfangen kann und nach einer Relokalisierung ihres Arbeitsplatzes beinahe täglich dem Hungertod nur knapp entkommt. Meine Vorschläge, sie möge sich doch von Zuhause etwas mitbringen, verhallen alle aber immer ungehört.

Wie sich herausstellt, KONNTE unser Bunsi auch nie eine Bindung zu einer Vesperbox aufbauen, weil sie was die Pausengestaltung angeht schon immer mehr so der Selbtsversorger sein musste. „Geh hinaus mein Kind und lerne und wenn Du Hunger hast, erlege Dir ein Knoppers/Brezel/Sonstiges beim Kiosk“- hieß hier die Devise. Ganz anders bei mir, wo mich jeden morgen beim Verlassen des Hauses eine fertig gepackte hellblaue Überraschungs-Box erwartete, die nicht nur täglich wechselnde Menüs enthielt sondern auch immer den Nebensitzer gleich mitversorgt hat. (Die sind meinen Eltern im Übrigen bis heute dankbar, weil sie es vermutlich sonst nicht bis in die nächste Klassenstufe geschafft hätten)

Insbesondere im Punkte-Bereich kommt mir meine Eltern-bedingte Verzogenheit nun doch sehr zu Gute. Mein Mittagessen ist jeden Tag planbar und unterliegt nicht einem immer neu zu errechnenden wechselnden Unternehmens-Speiseplan. Bedingt durch den Prinz, hat sich für mich im Vergleich zur Schulzeit an der Tupperfront nichts verändert: Meine bereits WW-taugliche Verpflegung wird mir erfreulicherweise immernoch direkt in die Tasche geliefert. Und was soll ich sagen – bei mir hilfts ungemein.

Abschliessend kann ich also sagen: Ihr Eltern der Nation, unterschätzt nicht die Macht von Vesper in Tupperboxen! Es könnte euren Kindern sogar beim Abnehmen helfen. In diesem Sinne: ich danke der Academy, meinen Eltern und dem Prinz.

Ein Gedanke zu “Von Kantinen-Kriegern und Tupper-Titanen

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