Der Mörder war immer der Gärtner

Diese Weisheit ist nicht erst seit dem gleichnamigen Lied von Reinhard May bekannt. Menschen mit dem Identifikationsmerkmal „Grüner Daumen“ sollten einem im Allgemeinen suspekt vorkommen – sie sprechen mit Pflanzen (sind da Drogen im Spiel?) und sie hantieren mit allerlei wachstumsfördernden Substanzen (da sind Drogen im Spiel!). Ich für meinen Teil zählte mich bisher zu den unbescholtenen Bürgern, denn abgesehen von Orchideen und Kakteen hat bei mir noch nie etwas länger als zwei Wochen überlebt. Eindrucksvoll habe ich meinen „Braunen Daumen“ zuletzt im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt, als ich – völlig verblendet durch eine Gartensonderaktion eines bekannten Kaffeerösters – dem Irrtum erlegen bin, ich könne zaubern und aus Samen tatsächlich Gurken und Tomaten wachsen lassen. Leider heiße ich nicht Jack und so blieb die berühmte Bohnenranke aus und die verkümmerten Reste meiner „Zucht“ landeten am Ende auf dem Komposthaufen. In meinem näheren Umfeld wird ja mittlerweile schon auf mein Versagen spekuliert, denn wo meine Zöglinge den letzten Gang antreten bleibt in der Regel massig Erde zum umtopfen anderer, noch lebender Objekte übrig.
Dieses Jahr habe ich dann aber – wie nicht anders zu erwarten – die Niederlagen des Vorjahres erfolgreich verdrängt und beschlossen: Es wird alles anders. Denn immer wenn die ersten Strahlen der Frühlingssonne auf die Erde treffen regt sich in mir die unbändige Lust darauf den Baumarkt meines Vertrauens aufzusuchen und im vollkommnen Wahn ganze Monatsgehälter für Geranien, Petunien und sonstiges Pflanzgut zu verjubeln. Natürlich gehört im Zuge des momentanen Punktewahns dazu auch der Wunsch endlich losgelöst von den Fesseln der Lebensmittelindustrie, vollkommen autark leben zu können. So nenne ich auch in diesem Jahr wieder eine Tomatenpflanze mein Eigen…und Erdbeeren…und Salbei…und Thymian…und und und…und…sie leben alle noch!! Im Gegenteil, sie erfreuen sich bester Gesundheit und blühen und grünen und natürlich am aller wichtigsten…sie tragen Früchte! Zur Feier dieser Tatsache deshalb heute eine kleine Galerie meiner bisherigen „Erträge“.
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