Was tun wenn’s – passt?!

Wo wir uns ja noch vor ca. einem halben Jahr über zwickende Jeans und lebensbedrohlich enge Presswurst-Oberteile beschwert haben, stehen wir mittlerweile 8kg später nun nicht etwa in einem vollkommen problemfreien Leben sondern sehen uns – im Gegenteil – mit vollkommen neuen unerwarteten Herausforderungen konfrontiert. Aber wer hätte auch ahnen können, dass ein Gewichtsverlust tatsächlich zu neuen Möglichkeiten im Rahmen der Kleidungsindustrie führen könnte?!? Oder weniger kompliziert: Verdammt, warum passt denn das jetzt alles irgendwie?! (Offensichtlich nicht alles, aber doch wesentlich mehr als nur Teile aus der Ein-Mann-Zelt-Abteilung) Jetzt kann man natürlich sagen, nur weil man reinkommt ist das ja jetzt noch lange kein Garant für gutes Aussehen. Natürlich. Jedoch wird wohl jeder einsehen, dass man mit dem Verlust einer Kleidergröße durchaus die Auswahl potentieller Fetzen um den nun geringeren Leib zu bedecken, gefühlt ins Unermessliche gesteigert hat.

Hieraus erwächst allerdings das noch viel größere Problem: Wer soll denn das alles bezahlen, verdammt? Und wie überhaupt? Es ist ja nicht so, dass man mit sinkender Kg-Zahl auch mehr verdienen würde. Davor warnt einen mal wieder niemand. Obacht: Abnahme kann teuer werden! Jetzt hat man sich aber angewöhnt, einfach mal zu bestellen, wenn was potentiell gut sein könnte. Meistens erlag dieser Kaufrausch dann eh der natürlichen Selektion von nicht in die textile Form zu pressender Speckwürste und ging wieder den Gang zurück zum Online-Dealer der Wahl. Nachdem sich nun aber die Zeiten zu ändern scheinen, gerät dieses natürliche Gleichgewicht zwischen Umfang des Körpers und Umfang meines Budgets aus allen Fugen. Wo bisher das Prädikat „passt und sieht nicht unglaublich fett aus“ die Kaufentscheidung getroffen hat, steht man jetzt bei einer Bestellung von 4 Teilen mit 4 Passenden da, und ist versucht alle zu behalten – weil wer weiss wann wieder etwas passt. Damn you Punktezählerei!

michel&louisWie soll das nur weitergehen? Der einzige Lichtblick ist ja, dass es in meinem Schrank über die Jahre Kleidung in 3 verschiedenen Größen gibt und ich nicht immer eine komplette Ausstattung neu erstehen müsste. Somit kommt also allein der Blick in meinen Schrank schon manchmal dem  Betreten eines Ladens doch sehr nahe. Unglaublich was man da so findet wenn man nach einem Shirt sucht, welches nicht eher einer Burka als einem westlichen Kleidungsstück ähnelt. Wobei man auf der anderen Seite echt auch sagen muss – unglaublich in was ich mich gepresst haben muss und wie das ausgesehen haben muss. Aber das steht ja auf einem anderen Blatt…

Was also tun wenns passt? Kaufen natürlich! Vielleicht nicht bis zur Privatinsolvenz, aber zumindest vorerst mal! Und dann freuen wir uns am Spiegel vorbei zu laufen. Weil wir waren echt tapfer und wer hätte eigentlich gedacht dass wir es bis hierher schaffen würden! So. Und was wenns doch wieder hochgeht und auf einmal wieder nix mehr passt? Pf, dann kaufen wir eben wieder Handtaschen. Die gehn immer.

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