Pammhmmpe

IMG_20130507_105230„Die schlimmste Erinnerung an meinen Englandaustausch ist das Frühstück“

Dieses Zitat entstammt meiner Mutter die trotz immerhin fast 30 Jahren Abstand sich immer noch unter Schüttelanfällen windet, sobald irgendwie das Thema (und eigentlich ist ja hier dann vielmehr die Frage, wie kommt man eigentlich auf dieses Thema) Porridge zur Sprache kommt.

Zugegeben, als kultivierter Kontinentenaffe (im Gegensatz zum kultivierten Inselaffen) steht man in Sachen Frühstück gern über den Dingen. Vermutlich wäre es noch geschmeichelt zu sagen, das Englische Frühstück hätte einen miesen Ruf. Das jedoch, liegt meiner Ansicht nach viel mehr an kreativen Kombinationen wie „fried mushrooms“ ,„hash browns“ und Würstchen mit fragwürdiger Herkunft und weniger an einer geradezu verkannten Mahlzeit wie dem Porridge. Hisst also die Fahnen und folgt der Sandale Freunde, denn wir reiten heute aus um den guten Ruf der Haferpampe zu retten.

Haferbrei, Porridge oder auch Grütze (wie gemein) gehören zu den ältesten Mahlzeiten der Menschheitsgeschichte. Ursprünglich kommt die ganze Geschichte aus Schottland und trägt auf Gälisch den wenig schmeichelhaften Namen brochan (nicht zu verwechseln mit einem ähnlichen Deutschen Wort mit der Vorsilbe er- auch wenn es optische Parallelen gibt)– ob die frühen Caledonier sich bei der Namensgebung von Aussehen und Konsistenz inspirieren ließen ist leider nicht überliefert. Ursprünglich lediglich aus Hafer, Wasser / Milch und einer Prise Salz angerührt erfreut sich das Porridge heute einer abwechslungsreichen Zubereitung.

Auch ich habe während eines USA Aufenthalts die Vorzüge von Haferpampf für mich entdeckt, denn trotz der Optik bietet Porridge einige nicht zu schmälernde Vorzüge:

1. Er sättigt lange – immerhin quellen 4 kleine Esslöffel Hafer zu einer beachtlichen Größe

2. Es hat kaum Kalorien – angemischt mit Wasser bleibt eine Portion Porridge gut unter 100 Kcal

3. Es ist reich an Proteinen und Ballaststoffen

4. Es ist warm und man hat hinterher tatsächlich das Gefühl sich etwas Gutes getan zu haben

5. Es ist super abwechslungsreich – ob mit Schoko, Früchten, Kompott, Milch, Sahne, Zimt oder Zucker – den Variationen sind keine Grenzen gesetzt.

6. Wenig Zutaten – Wenig Kosten – Schnell gemacht

7. Eine Portion (in der Basis Ausführung) schlägt gerade einmal mit 2 Punkten zu Buche!

Mittlerweile hat auch die Industrie in Deutschland erkannt, dass es sich lohnt auf den Grützezug aufzuspringen. So werden mittlerweile einige Fertigmischungen auf dem Markt angeboten, die dann lediglich noch mit heißem Wasser angerührt werden müssen.

Für alle, denen nun schon der Sabber zwischen den Kiemen hervortritt hier noch schnell das porridge Basisrezept:

Für 1 Person:

– 4 gehäufte EL zarte Haferflocken

– 250ml Wasser oder Milch

– Eine Prise Salz

– Zucker, Zimt, Vanillemark etc. nach Wunsch und Bedarf (mit Flüssigsüßstoff ändert sich an den Punkten nichts)

Für noch mehr Inspiration zum Thema Haferschlonz empfehle ich diese Seiten:

http://www.welt-der-rezepte.de/site/managed/kategorien/26_1.html

http://noats.de/

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