Wenns keiner gesehen hat, hab ichs auch nicht gegessen

Wie oft läuft man an einem Teller mit Keksen oder einem Kuchentablett vorbei und ist standhaft? 1 Mal? 3 Mal? Immer? Also wer diese Frage mit immer beantworten kann, hat vermutlich noch nie den leisen Gesang von diesen zucker- und fetthaltigen Teufeln vernommen. Gegen den müssen sich Sirenen auf Meeresklippen gerade zu wie die letzte Heulboje anhören. Ja und da steht man dann und stellt sich die Gewissensfragen:

Wieviele Punkte hat dieses Ding? Wieviele Punkte hab ich für heute noch übrig? Wen könnte ich zwingen diesen Kuchen zu essen, damit er nicht mehr widerlich duftend und singend hier neben mir stehen muss? Nachdem dieser innere Dialog geführt wurde (Zuviel – zuwenig – MICH), reisst man sich dann doch zusammen und leidet im Stillen weiter.

Doch dann verlässt die Kollegin den Raum und man ist plötzlich allein mit der Gefahr und dem Feind schutzlos ausgeliefert. Man versucht Ignoranz, guten Willen und Selbsthypnose – der Geist ist willig doch das Fleisch ist schwach. Und schneller wie man kucken kann ist der Kuchen/Keks inhaliert.

Und nun stellt sich die Frage aller Fragen: Wie wird bepunktet? Man könnte ja sagen, eigentlich ist da ja gar nichts passiert, weil es hat ja auch keiner gesehen und so schnell wie der weg war, kann das ja auch schon gar nicht mehr wahr gewesen sein und vielleicht haben wir das auch alles geträumt und gleich ist es schon gar nicht mehr wahr und wenn im Wald ein Baum umfällt macht er dann ein Geräusch wenn keiner da ist? Oder so. Auf der anderen Seite, schaltet sich das noch nicht vom Zuckerschock ergriffene Hirn dann doch ein, hast Du soeben mal innerhalb von 30 Sekunden 4 Punkte verspeisst und Giese wird es Dir morgen schon noch aufs Brot schmieren – aber lüg Dich ruhig selber an, du Held. Mach ruhig, damit kommen wir bestimmt gaaaaaaanz weit. Und so endet man dann irgendwann doch damit sich 4 Punkte aufzuschreiben und einen Liter Wasser hinterherzuschütten in der Hoffnung Giesela wird am nächsten Tag nicht ganz so hart mit einem ins Gericht gehen.

Wir halten also fest – Punkte für Kuchen liegen immer im Auge des Betrachters. Und natürlich an der Geschwindigkeit 🙂

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